Dienstag, 26. Mai 2026
Mittwoch, 1. April 2026
Wenn das Osterfest sich naht
Die Geschichte hinter Ostern erzählt von einem Neubeginn, der unmöglich schien. Von einem Licht, das durch Brüche hindurch sichtbar wurde. Von der Kraft, weiterzugehen, selbst wenn der Weg für einen Moment verloren wirkte.
Diese Gedanken begleiten viele Menschen in diesen Tagen – in ganz unterschiedlichen Formen und mit ganz unterschiedlichen Zugängen.
Ostern ist ein Zeichen dafür, dass Wandlung möglich ist. Kein lautes, kein aufdringliches Zeichen, sondern ein leises. Ein Fest, das nicht fordert, sondern einlädt: sich einen Moment Zeit zu nehmen, genauer hinzusehen, und vielleicht einen Schritt zu wagen, der lange aufgeschoben wurde.
Kurze Impulse und Gedanken sowie die passende Musik rund um die Stimmung dieser Tage, findest du im Phantasie-Garten in der Kategorie Ostern.
Manchmal reicht ein kleiner Gedanke zur richtigen Zeit, um etwas in Bewegung zu setzen.
Frohe Ostern!
Samstag, 21. März 2026
Ein Buch verschwindet – und kehrt zurück
Es gibt Dinge im Leben, die sich nicht ganz erklären lassen:
Man wartet.
Man schaut.
Man wundert sich.
Und manchmal bleibt einfach nur ein leises Schulterzucken – und ein kleines Geheimnis.
Vielleicht ist es dir aufgefallen:
Seit Dezember war „Tanz in die Ewigkeit – Geheimnisse des Lebens“ plötzlich… nicht mehr bestellbar.
Warum?
Das bleibt – zumindest vorerst – eines dieser unergründlichen kleinen Geheimnisse, die das Leben offenbar gerne bereithält, kein großes Drama, kein lauter Knall, eher so, als hätte sich ein Buch still und leise in den Hintergrund zurückgezogen… um nun genauso still wieder aufzutauchen.
Denn jetzt ist es wieder da:
Verfügbar.
Bestellbar.
Bereit, entdeckt zu werden.
Und vielleicht genau zur richtigen Zeit.
Manche Dinge finden uns nicht dann, wenn wir sie suchen – sondern dann, wenn wir bereit sind.
Vielleicht ist genau jetzt so ein Moment.
Vielleicht ist jetzt die Zeit, sich wieder mit den leisen Fragen zu beschäftigen, die im Alltag oft untergehen:
Was macht ein Leben wirklich aus?
Was bleibt, wenn man alles Äußere einmal weglässt?
Und was sind eigentlich diese „Geheimnisse“, von denen wir alle spüren, dass es sie gibt?
Dann lass jemanden sprechen, der dieses Buch, das mir sehr am Herzen liegt, bereits für sich entdeckt hat:
„Als ich dieses Buch gelesen und durchstöbert hatte (Ja die Reihenfolge mag irritieren, aber man liest es zuerst und danach beginnt man darin zu stöbern), war ich fasziniert und fühlte mich leicht. Die phantasievollen Beschreibungen von und Auseinandersetzungen mit Gefühlen und wichtigen Erfahrungen und Emotionen, die das Leben ausmachen, haben mich sofort in ihren Bann gezogen und fordern mich immer wieder auf, dorthin zurückzukehren und noch mehr zu entdecken. Es ist, wie ein Wandeln durch einen verträumten Phantasiegarten, gesäumt von den realen Begleiterscheinungen des wahren Lebens. Die bunten Blumen, die von den Inhalten gestreut werden und die zum Teil faszinierenden in Graustufen gehaltenen begleitenden Grafiken stehen in einem interessanten Kontrast. Leben in all seinen Schattierungen! Und die Aufzählung und Beschreibung der 25 Geheimnisse des Lebens haben mich besonders geflasht...“ (Ralf)
Vielleicht ist das das Besondere an diesem Buch:
Man liest es nicht einfach nur.
Man kehrt zu ihm zurück.
Man bleibt an Stellen hängen.
Man entdeckt beim zweiten oder dritten Mal plötzlich etwas, das vorher noch verborgen war.
Wie ein Spaziergang durch einen Garten, der sich mit jedem Besuch verändert.
Und jetzt?
Jetzt ist es wieder da:
Still.
Unaufdringlich.
Aber bereit für dich.
Die Frage ist nun: Bist du bereit?
Vielleicht hast du schon einmal davon gehört und dachtest: „Irgendwann schaue ich es mir an.“
Vielleicht ist dieses „Irgendwann“ genau jetzt.
Oder du lässt es einfach noch ein wenig auf dich wirken.
Denn gute Dinge müssen nicht drängen, sie warten.
„Tanz in die Ewigkeit – Geheimnisse des Lebens“ ist wieder verfügbar.
Sonntag, 8. März 2026
Ein stiller Gruß zum Frauentag für alle Frauen
Der Abend hat etwas Besonderes: Er lädt uns ein, die Stärke, die Schönheit und die Tiefe in uns zu erkennen. Wir tragen Licht in diese Welt – oft leise, oft im Hintergrund, aber immer kraftvoll. Wir schenken, wir schaffen, wir bewegen. Wir sind kreativ, geduldig, mutig – und manchmal einfach nur wir selbst, und genau das ist genug.
Ein Abendgruß zum Frauentag muss keine große Geste sein. Ein liebevoller Gedanke an uns selbst, ein Moment der Anerkennung für das, was wir jeden Tag leisten, reicht aus. So wie die Sterne nur im Dunkel des Himmels leuchten, zeigt sich oft gerade im ruhigen Abend, wie viel Licht in uns wohnt.
Also lasst uns heute Abend, auch wenn der Tag schon fast vorüber ist, uns selbst danken, für unsere Stärke, unsere Liebe, unsere Kreativität – für alles, was wir geben, oft ohne es zu erwarten oder zu verlangen.
Und vielleicht ist jeder Abend eine Gelegenheit, uns selbst und einander zu danken – leise, wertschätzend, von Herzen.
Freitag, 6. März 2026
Heute ist Weltgebetstag: „Nigeria. Kommt! Bringt eure Last.“
Der diesjährige Weltgebetstag lädt uns ein, genau diese Lasten nicht länger allein zu tragen. Das Motto „Nigeria. Kommt! Bringt eure Last.“ erinnert uns daran, dass Gebet und Gemeinschaft Räume schaffen, in denen wir Lasten teilen und Hilfe erfahren können.
In Nigeria tragen viele Menschen täglich Lasten, die wir uns kaum vorstellen können: Armut, Hunger, Gewalt, Krankheit, politische Unsicherheit. Familien kämpfen darum, dass Kinder Bildung erhalten; Frauen und Männer arbeiten unermüdlich, um das Leben ihrer Gemeinschaften zu sichern. Trotz dieser Belastungen bewahren sie Hoffnung, Kraft und Gemeinschaft. Sie zeigen uns, dass es möglich ist, auch unter schwersten Umständen weiterzumachen – und dass Hilfe ankommt, wenn sie geteilt wird.Auch wir alle kennen Lasten: Enttäuschungen, Ängste, Sorgen um Familie oder Freunde. Der Weltgebetstag erinnert uns daran, dass geben und helfen eine Möglichkeit ist, diese Lasten zu verringern. Wir dürfen unsere Hände und Herzen öffnen – durch Spenden, durch Unterstützung von Projekten vor Ort oder durch das bewusste Wahrnehmen der Nöte anderer. Wer gibt, schenkt Hoffnung, erleichtert das Leben anderer und erfährt selbst die tiefe Freude des Teilens.
Lasten zu bringen heißt nicht, schwach zu sein. Es bedeutet Mut, sich zu öffnen, und es bedeutet, dass wir aktiv helfen dürfen, wo wir können. Wer teilt, was er hat – Zeit, Aufmerksamkeit, Ressourcen – trägt dazu bei, dass Leid leichter wird und Hoffnung wächst.
Heute, am Weltgebetstag, dürfen wir innehalten, unsere eigenen Sorgen spüren und zugleich die Lasten der Menschen in Nigeria wahrnehmen. Wir dürfen ganz gezielt unsere Unterstützung anbieten, unsere Hände reichen, unseren Beitrag leisten – klein oder groß, sichtbar oder still. Denn jede Hilfe zählt. Jede Geste des Gebens schenkt Mut, Hoffnung und Kraft.
Kommt, bringt eure Last – und lasst uns zugleich geben. Lasst uns gemeinsam tragen, gemeinsam helfen, gemeinsam Hoffnung schenken. Denn geben bedeutet Leben teilen und die Welt ein Stück heller machen. Und vielleicht, nur ganz vielleicht, sollte jeder Tag ein Weltgebetstag sein.
Wenn du mehr über den Weltgebetstag erfahren, Projekte in Nigeria unterstützen oder selbst aktiv werden möchtest, findest du alle Informationen auf der offiziellen Website: www.weltgebetstag.de
Freitag, 20. Februar 2026
Entdecke die neue Blog-Kategorie: Phantasie
Was wäre der Phantasie-Garten ohne Phantasie?
Phantasie – ein Wort, das für grenzenlose Möglichkeiten, bunte Gedanken und stille Träume steht. Sie ist der Funke, der unser Leben erhellt, uns inspiriert, staunen lässt und neue Welten eröffnet.
Darum möchte ich euch heute die neue Blog-Kategorie "Phantasie" im Phantasie-Garten vorstellen:
Ihr findet diese auch auf der rechten Seite bei den Themen.
Viel Freude beim Stöbern!
Montag, 2. Februar 2026
Einfachheit – Das leise Geheimnis des Wesentlichen
„Einfachheit ist nicht der Mangel an Möglichkeiten, sondern die Kunst, sich nicht in ihnen zu verlieren.“
Es gibt Themen, die kommen nicht laut daher. Sie drängen sich nicht auf, sie fordern keinen Applaus. Sie stehen nicht im Rampenlicht, sondern warten geduldig am Rand – bis wir müde genug sind vom Zuviel. Einfachheit ist eines dieser Themen.
Oft verwechseln wir Einfachheit mit Verzicht. Mit weniger Besitz, weniger Terminen, weniger Worten. Doch Einfachheit ist kein kahler Raum, aus dem alles Leben verbannt wurde. Sie ist vielmehr ein Raum, in dem endlich wieder Platz ist. Platz zum Atmen. Platz zum Spüren. Platz für das, was bleiben will.
Unsere Welt liebt die Komplexität. Sie liebt Pläne, Strategien, Optionen, Abwägungen. Sie liebt das Immer-mehr und das Immer-noch-ein-bisschen-besser. Und irgendwann merken wir: Wir sind umgeben von Möglichkeiten – und gleichzeitig innerlich erschöpft. Nicht, weil wir zu wenig hätten. Sondern weil wir zu viel tragen.
Einfachheit beginnt selten außen. Sie beginnt innen.
Sie beginnt mit der stillen Frage: Was davon ist wirklich meins? Welche Gedanken, Erwartungen, Verpflichtungen habe ich übernommen, ohne sie je bewusst zu wählen? Welche Sorgen schleppe ich mit mir herum, obwohl sie längst nicht mehr zu meinem heutigen Leben gehören?
Ein einfaches Leben ist kein kleines Leben. Es ist ein klares.
Einfachheit bedeutet, Entscheidungen nicht ständig aufzuschieben, nur um sich alle Türen offenzuhalten. Denn offene Türen können auch Zugluft erzeugen. Manchmal ist es heilsam, eine Tür bewusst zu schließen – nicht aus Angst, sondern aus Vertrauen.
Auch unsere Sprache sehnt sich nach Einfachheit. Wie oft reden wir um das Wesentliche herum, aus Höflichkeit, aus Unsicherheit, aus Angst vor Klarheit. Doch einfache Worte sind nicht grob. Sie sind ehrlich. Und Ehrlichkeit hat etwas Beruhigendes. Sie muss nichts beweisen.
Einfachheit zeigt sich im Alltag oft in unscheinbaren Momenten: in einer Mahlzeit ohne Ablenkung, in einem Spaziergang ohne Ziel, in einem Gespräch, das nicht beeindrucken will. Sie zeigt sich dort, wo wir aufhören, etwas darstellen zu müssen.
Vielleicht ist Einfachheit auch eine Form von Mut. Der Mut, nicht alles auszuschöpfen, was möglich wäre. Der Mut, dem Leben zu vertrauen, selbst wenn man nicht jeden Schritt vorausplant. Der Mut, sich mit dem Guten zufriedenzugeben, statt dem Perfekten hinterherzujagen.
Im Phantasie-Garten hat Einfachheit ihren festen Platz. Sie ist der unauffällige Boden, auf dem alles andere wachsen kann. Ohne sie wird selbst das Schönste unübersichtlich. Mit ihr bekommt selbst das Kleine Bedeutung.
Vielleicht liegt das Geheimnis der Einfachheit nicht darin, immer weiter zu reduzieren. Sondern darin, wieder zu erkennen, wann genug genug ist.
Und vielleicht ist genau das der Anfang von etwas sehr Reichhaltigem.
In den kommenden Tagen und Wochen wird es hier im Phantasie-Garten immer wieder neue Gedanken, Texte und kleine Betrachtungen zum Thema Einfachheit geben. Mal leise, mal konkret, mal fragend – als Einladung, diesem stillen Geheimnis Schritt für Schritt näherzukommen.
Donnerstag, 1. Januar 2026
15 Jahre Phantasie-Garten – ein stilles Jubiläum
Der Phantasie-Garten besteht in diesem Jahr seit 15 Jahren.
Das
fühlt sich nicht nach einem lauten Jubiläum an, sondern eher nach
einem Moment des Innehaltens.
Als der Phantasie-Garten entstand, ging es nicht darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es ging darum, Gedanken und Texte festzuhalten, die Raum brauchen. Dinge, die nicht in kurze Formate passen und nicht schnell konsumiert werden wollen.
Über die Jahre ist daraus ein Ort geworden, der bewusst langsam geblieben ist. Ein Ort für Reflexion, für Fragen, für leise Beobachtungen des Lebens. Nicht alles musste sofort erklärt werden. Nicht alles musste gefallen. Vieles durfte einfach da sein.
15 Jahre bedeuten auch: bleiben.
Dranbleiben an einer Haltung,
die Tiefe höher schätzt als Geschwindigkeit. An Worten, die nicht
beeindrucken sollen, sondern ehrlich sind. An dem Versuch, das
Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.
Gerade zum Jahresbeginn tut es gut, sich daran zu erinnern. An das, was trägt. An das, was bleibt, auch wenn sich vieles verändert. An Gedanken, die nicht alt werden, nur weil sie schon lange da sind.
Ich danke allen, die den Phantasie-Garten über die Jahre begleitet haben – lesend, mitdenkenden, manchmal auch nur still. Ohne diese Resonanz wäre dieser Ort nicht das, was er heute ist.
Zum Beginn des neuen Jahres wünsche ich euch ein frohes, glückliches und gesegnetes neues Jahr. Ein Jahr mit Klarheit, mit
Geduld und mit Momenten der Ruhe.
Und mit dem Mut, auch weiterhin
das Wichtige dem Dringenden vorzuziehen.
Freitag, 19. Dezember 2025
Zwischen Licht und Stille
Da wo die Stille wohnt, beginnt das Leise wieder Bedeutung zu bekommen. Ein Licht, ein Atemzug, ein Moment des Innehaltens.
Weihnachten erinnert uns daran, dass nicht das Laute trägt, sondern das, was still wärmt und von innen leuchtet.
Möge diese Zeit euch Ruhe schenken
und das neue Jahr 2026 Klarheit, Zuversicht
und viele kleine Augenblicke, die bleiben. 🤍
Freitag, 31. Oktober 2025
Die Kraft, neu zu denken – was wir vom 31. Oktober lernen können
Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Kirchentür in Wittenberg. Was damals wie eine mutige Einzelhandlung wirkte, wurde zum Anfang einer Bewegung, die Herzen, Denken und Glauben erneuerte. Doch jenseits der Geschichte trägt dieser Tag eine zeitlose Botschaft in sich – die Einladung zur inneren Reformation.
Denn Erneuerung beginnt nicht in Kirchenmauern, sondern im Herzen. Immer dann, wenn wir uns fragen:
„Was trägt mich wirklich?“
„Woran glaube ich – und was darf gehen?“
Reformation bedeutet nicht nur, etwas Altes zu kritisieren, sondern das Wahre, das Reine und das Liebevolle wieder freizulegen. So, wie man eine alte Rose zurückschneidet, damit sie neu erblühen kann.
Vielleicht ist dieser Tag ein guter Moment, um sich Zeit zu nehmen – mit einer Kerze, einer offenen Bibel, einem stillen Gebet.
Oder um einfach Danke zu sagen: für Freiheit, für Wahrheit, für das Wort, das durch die Jahrhunderte hindurch leuchtet.
Manche feiern heute Halloween. Andere feiern das Licht.
Und wer genau hinsieht, erkennt: Reformation ist kein historisches Ereignis, sondern eine Haltung.
Ein tägliches „Ja“ zum Leben, zum Glauben und zur Veränderung.
Vielleicht magst du heute …
-
eine Kerze anzünden – als Zeichen für das Licht der Wahrheit
-
ein einfaches Brot backen – als Symbol für das „tägliche Brot“
-
oder einfach still sein – und hören, was Gott in dein Herz spricht
Dieser Satz, der Luther zugeschrieben wird, erinnert uns daran: Treue zum Gewissen, zur Wahrheit und zur Liebe ist der Beginn aller Erneuerung.
Möge dieser Reformationstag uns daran erinnern,
dass wahre Veränderung nicht von außen kommt,
sondern von innen – still, beständig, und getragen vom Licht.
Mittwoch, 29. Oktober 2025
Warum wir kein Halloween feiern
Viele freuen sich darauf – verkleiden sich, schmücken ihre Häuser, lachen über Gespenster und Hexen, die ja „nur Spaß“ sind. Doch manchmal frage ich mich: Warum fühlt sich diese Nacht so anders an als andere Feste? Halloween sagt: Mach dich lustig über das Böse, dann verliert es seine Macht. Aber was, wenn es genau andersherum ist? Was, wenn das Böse sich am meisten freut, wenn wir aufhören, es ernst zu nehmen?
Es ist, als würde man für einen Moment vergessen, dass Licht und Dunkelheit nicht dasselbe sind: Wo Licht ist, muss die Dunkelheit weichen; wo Dunkelheit ist, gibt es kein Licht.
Ich mag keine Angst. Nicht, weil ich sie verurteile – Angst ist menschlich. Aber ich mag nicht, wenn Angst zur Unterhaltung wird. Wenn das Dunkle verherrlicht wird, nur weil man den Schrecken „witzig“ verpackt. Etwas in mir sträubt sich dagegen, die Nacht zu feiern, in der Menschen mit Fratzenmasken umherziehen, als wäre das Böse nur eine harmlose Kulisse.
Ich glaube, dass wir oft vergessen, dass Licht und Finsternis, hell und dunkel einander ausschließen – wo das Licht ist, kann die Dunkelheit nicht sein.
Und genau deshalb feiern wir kein Halloween. Nicht, weil wir „Spaßverderber“ sind oder anderen den Abend nicht gönnen. Sondern weil wir unser Herz lieber mit dem füllen, was Licht bringt. Mit Dankbarkeit, mit Frieden, mit kleinen Momenten echter Freude, mit Hoffnung, mit Gedanken, die aufbauen, statt zu erschrecken, mit Momenten, die uns daran erinnern, wer wir wirklich sind.
Denn während vielerorts Skelette, Gespenster und künstlicher Nebel die Nacht bestimmen, erinnert uns derselbe Tag an etwas ganz anderes: den Reformationstag.
Ein Tag, an dem ein einzelner Mensch den Mut hatte, aufzustehen – gegen Angst, gegen Unwahrheit, gegen die Finsternis seiner Zeit. Martin Luther schlug seine Thesen nicht, um zu spalten, sondern um das Licht wieder sichtbar zu machen: das Licht der Freiheit, der Gnade und der Wahrheit.
Vielleicht ist das der eigentliche Gegensatz zu Halloween:
Nicht Furcht, sondern Vertrauen.
Nicht Masken, sondern Mut.
Nicht Dunkelheit, sondern Licht.
Es gibt genug Dunkelheit in dieser Welt, die keiner Einladung bedarf. Warum also einen Tag feiern, der sie noch größer macht?
Ich denke oft an diesen einfachen Satz:
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Bibel: Römer 12,21)
Das klingt vielleicht altmodisch, aber für mich ist es tröstlich. Es erinnert mich daran, dass man das Böse nicht mit Gruseligem überwindet. Es erinnert mich daran, dass man nicht kämpfen muss, um Licht zu sein – man muss nur leuchten.
Und vielleicht, ganz vielleicht, ist das eines der schönsten Feste von allen: Eines, das nicht die Dunkelheit feiert, sondern das Licht – das Licht der Wahrheit, das damals mit der Reformation neu entzündet wurde und bis heute leuchtet.
Und an diesem besonderen Tag werden wir viele Lichter anzünden, nicht in Kürbissen, sondern in unseren Herzen und in unserem Zuhause, um sichtbar zu machen, woran wir glauben: an Hoffnung, Wahrheit und das Licht, das niemals erlischt.
Dienstag, 19. August 2025
Der Phantasie-Garten voller Wandlung
„Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt,
ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß,
wenn er mich trifft, während alle anderen immer
die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung,
sie passten heute noch.“
Dieser Spruch hat mich in den letzten Tagen ganz besonders beschäftigt. Er zeigt, wie oft wir Menschen uns an Vergangenem festhalten. Wir nehmen Maß mit alten Linien, alten Bildern, alten Vorstellungen – und merken gar nicht, dass wir längst gewachsen sind, uns verändert haben – vielleicht neue Richtungen eingeschlagen oder auch zu alten, bewährten Wegen zurückgefunden haben.
Auch die Bibel ermutigt uns, immer wieder neu zu werden.
Genau das geschieht gerade im Phantasie-Garten. Ich habe begonnen, aufzuräumen. Alte Maßstäbe, alte Texte, alte Projekte – nicht alles davon passt noch zu dem Weg, den ich inzwischen gehe. Manche Ideen haben ihren Zauber verloren oder erfüllen nicht mehr das, wofür sie einst gedacht waren. Und so dürfen sie gehen, um Platz zu machen.
Denn ein Garten lebt nicht davon, dass alles für immer so bleibt, wie es einmal war. Ein Garten lebt durch Wandel, Blüte, Vergehen und Neubeginn. Im Frühling freuen wir uns über die zarten Knospen, im Sommer über die Fülle, im Herbst über die reifen Früchte – und im Winter über die Stille, die Raum für Neues schafft.
Auch die Bibel kennt dieses Bild: „Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringe“ (Johannes 15,2).
So ergeht es gerade meinem Phantasie-Garten:
Neues wächst – frische Gedanken, Texte, Projekte, die mich inspirieren und die auch euch neue Impulse schenken sollen.
Altes darf weichen – was nicht mehr passt, wird losgelassen, damit wir klarer erkennen, was wichtig ist im Leben und was wirklich trägt.
Bestehendes wird gepflegt – manches hat sich bewährt, es trägt immer noch Blüten und soll weiter blühen dürfen.
Ich möchte euch auf diese Reise mitnehmen. Vielleicht entdeckt ihr beim Lesen meiner Zeilen auch in eurem eigenen Leben Ecken, in denen alte Maßstäbe nicht mehr passen. Vielleicht fragt ihr euch: „Wo messe ich noch mit den Linien, die nicht passen – und was wäre, wenn ich heute ganz neu Maß nehme?“
Der Schneider im Spruch hat es uns vorgemacht: Er sieht den Menschen, so wie er gerade jetzt ist – nicht wie er einmal war. Genau so möchte ich auch meinem Garten, meinen Texten und mir selbst begegnen.
Es bleibt also spannend im Phantasie-Garten. Er wird sich wandeln – und ich freue mich darauf, wenn ihr diesen Weg mit mir geht.
Freitag, 25. April 2025
Der Phantasie-Garten spricht jetzt jede Sprache – und das ist erst der Anfang!
Manchmal sind es die kleinen Veränderungen, die eine große Wirkung haben. Und manchmal öffnen sich neue Türen ganz still und leise – bis man plötzlich mitten in einer wunderbaren neuen Welt steht.
Genau so eine Tür hat sich nun im Phantasie-Garten geöffnet:
Ab sofort kann der gesamte Blog in jede beliebige Sprache übersetzt werden!
Dank der Integration des Google Translators ist es nun möglich, die poetischen Gedanken, tiefsinnigen Impulse und geheimnisvollen Botschaften des Phantasie-Gartens in vielen Sprachen zu erleben – und vielleicht ganz neu zu entdecken.
Ein kleiner Klick genügt – und schon wird aus Deutsch Englisch, Spanisch, Französisch, Arabisch oder was immer dein Herz begehrt.
Hinweis für mobile Nutzer: Falls ihr beim Besuch von www.phantasie-garten.com die rechte Seitenleiste nicht sehen könnt, scrollt bitte ganz nach unten auf der Seite und klickt auf „Web-Version anzeigen“. Danach werden euch alle Inhalte wie gewohnt angezeigt.
Der Phantasie-Garten wächst, die Worte wandern, und wer weiß: Vielleicht blühen sie in anderen Sprachen ganz anders auf?
Doch das ist noch lange nicht alles.
Etwas Großes, Wunderbares bahnt sich gerade an.
Etwas, das mit dem Thema Sprache zu tun hat.
Etwas, das bereits angedeutet wurde – und das bald in voller Blüte stehen wird.
So viel sei schon verraten:
Leserinnen und Leser, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden eine besondere Rolle spielen.
Ein Mitmach-Projekt ist in Vorbereitung. Eines, das verbindet. Eines, das Grenzen überwindet. Eines, bei dem du vielleicht selbst Teil von etwas Schönem und Bedeutsamem werden kannst.
Bleib neugierig.
Halte die Augen offen.
Denn bald wirst du erfahren, worum es wirklich geht. Und vielleicht ist genau deine Stimme, deine Sprache, dein Herz gefragt.
Der Phantasie-Garten wird international – und das ist erst der Anfang.












