Freitag, 3. Juli 2026
Selig sind die ...
Wenn man in Schwierigkeiten steckt ...
Vergebung – hier ist sie!
Es gibt Entscheidungen, die wir bereuen.
Und es gibt Verletzungen, die sich so tief in unser Herz eingegraben haben, dass wir glauben, sie würden uns ein Leben lang begleiten.
Vielleicht trägst du schon lange eine Last mit dir herum. Vielleicht hat dich jemand enttäuscht, belogen oder verlassen. Vielleicht hast aber auch du selbst einen Menschen verletzt und fragst dich, ob das jemals wieder gut werden kann.
Dann möchte ich dir heute etwas sagen:
Vergebung ist näher, als du denkst.
Sie ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie bedeutet nicht, Unrecht schönzureden oder so zu tun, als wäre nichts geschehen. Vergebung verschweigt die Wahrheit nicht. Sie sieht den Schmerz – und entscheidet sich trotzdem, ihn nicht für immer festzuhalten.
Wer vergibt, befreit nicht zuerst den anderen. Er befreit auch sein eigenes Herz.
Manchmal fällt es uns leichter, anderen ihre Fehler nachzusehen als uns selbst. Wir erinnern uns an Worte, die wir lieber nie gesagt hätten, an Chancen, die wir verpasst haben, an Entscheidungen, die wir heute anders treffen würden.
Doch wenn wir uns jede Hoffnung auf einen Neuanfang nehmen, bestrafen wir uns oft länger, als es irgendein anderer Mensch tun würde.
Auch wir brauchen Vergebung, weil unser Leben wertvoll ist.
Vielleicht denkst du, dass manche Dinge unverzeihlich sind. Vielleicht glaubst du, deine Geschichte sei zu dunkel, deine Schuld zu groß oder dein Versagen zu tief.
Die Bibel erzählt eine andere Geschichte.
Sie berichtet von einem Gott, der den Menschen nicht aufgibt. Einem Gott, der den ersten Schritt auf uns zugeht. Der nicht darauf wartet, bis wir perfekt geworden sind, sondern uns mit offenen Armen begegnen möchte.
In Jesus Christus zeigt Gott, wie weit seine Liebe reicht.
Er kam nicht, um Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Er schenkt Vergebung nicht denen, die alles richtig gemacht haben, sondern denen, die ehrlich mit ihrer Schuld zu ihm kommen.
Das ist eine Hoffnung, die jeder Mensch haben darf.
Vielleicht bist du noch unsicher, was du über Gott glauben sollst. Vielleicht hast du bisher kaum Berührung mit dem christlichen Glauben gehabt.
Dann lade ich dich einfach ein, einen kleinen Schritt zu wagen.
Sprich mit Gott – so, wie du mit einem guten Freund sprechen würdest. Ohne besondere Worte. Ohne fromme Sprache. Einfach ehrlich.
Er hört.
Und vielleicht wirst du überrascht sein, wie viel Frieden in einem Herzen wachsen kann, das lernt zu vergeben.
Manchmal beginnt Vergebung damit, dass wir einem anderen Menschen vergeben.
Manchmal beginnt sie damit, dass wir uns selbst vergeben.
Und manchmal beginnt alles damit, dass wir entdecken, dass Gott uns längst seine Hand entgegenstreckt.
Vielleicht ist heute genau der richtige Tag, sie zu ergreifen.
Denn Vergebung wartet nicht erst am Ende eines langen Weges.



