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In vielen wohnt Herbst, und sie fürchten den Winter, doch der Frühling kommt immer erst dahinter. (© I. Berikhan) |
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Dienstag, 27. Januar 2026
In vielen wohnt ...
Freitag, 5. Dezember 2025
Sonntag, 30. November 2025
Ich falle, wie die ...
Samstag, 23. August 2025
Samstag, 7. Dezember 2024
Dienstag, 26. November 2024
Große Flocken fallen ...
Sonntag, 19. November 2023
Wenn es Winter wird
Freitag, 13. Januar 2023
Schneeflocken
Wende ich den Kopf nach oben;
wie die weißen Flocken fliegen,
fühle ich mich selbst gehoben
und im Wirbeltanze wiegen.
Dicht und dichter das Gewimmel;
eine Flocke bin auch ich. –
Wie viel Flocken braucht der Himmel,
Eh die Erde langsam sich
weiß umhüllt?
(Klabund)
wie die weißen Flocken fliegen,
fühle ich mich selbst gehoben
und im Wirbeltanze wiegen.
Dicht und dichter das Gewimmel;
eine Flocke bin auch ich. –
Wie viel Flocken braucht der Himmel,
Eh die Erde langsam sich
weiß umhüllt?
(Klabund)
Dienstag, 24. März 2015
Ich wünsche dir die zärtliche ...
Ich wünsche dir
die zärtliche Ungeduld des Frühlings,
das milde Wachstum des Sommers,
die stille Reife des Herbstes
und die Weisheit des erhabenen Winters.
(Altirischer Segenswunsch)
die zärtliche Ungeduld des Frühlings,
das milde Wachstum des Sommers,
die stille Reife des Herbstes
und die Weisheit des erhabenen Winters.
(Altirischer Segenswunsch)
Samstag, 6. Dezember 2014
Meines Freundes Liebe
Ein düstrer Wintertag; der Nebel
hüllt grau und trüb des Himmels Höh'.
Unheimlich auf der starren Erde
liegt wie ein Leichentuch der Schnee.
Da bricht sich durch die Nebelschichten
die Sonne Bahn; ihr Schimmer fällt
hell auf den Schnee: wie glänzt er lustig,
wie schmückt er prächtig jetzt die Welt.
Du bist von meines Freundes Liebe
ein treues Bild, o Sonnenblick!
Wie traurig ohne sie mein Leben!
Und o! wie reich durch sie an Glück!
hüllt grau und trüb des Himmels Höh'.
Unheimlich auf der starren Erde
liegt wie ein Leichentuch der Schnee.
Da bricht sich durch die Nebelschichten
die Sonne Bahn; ihr Schimmer fällt
hell auf den Schnee: wie glänzt er lustig,
wie schmückt er prächtig jetzt die Welt.
Du bist von meines Freundes Liebe
ein treues Bild, o Sonnenblick!
Wie traurig ohne sie mein Leben!
Und o! wie reich durch sie an Glück!
(Mathilde Raven)
Sonntag, 30. November 2014
Jack Frost
Die Tür war zu, wie's Türen sind
als du zu Bett gingst letzte Nacht,
doch Jack Frost kam herein, mein Kind,
hat's Fenster silberweiß gemacht.
Erst als du schliefst begann zu malen
auf's Fensterglas er heimlich leis,
hat nicht ein einzig Wort gesprochen,
nun sind die Scheiben traumhaft weiß.
Jetzt kannst du kein Berge sehn,
den Blick in Wolken nicht verlieren,
siehst keine Bäume, Straßen, Seen,
doch Wunder, die dein Fenster zieren:
Manch Türme, Schlösser, groß und schön,
und Hügel, Täler, Flüsse, Felder,
manch Ritter – stattlich anzusehn
der reitet stark und stolz durch Wälder.
Ganz kleine Boote und daneben
dort auf dem Meer ein großes Schiff,
so manche Insel und auch Palmen,
und Fische im Korallenriff.
Mit leichten und ganz zarten Flügeln
die kleinen hübschen Schmetterlinge,
und Kühe zwischen weißen Hügeln,
auch Früchte, Blumen und solch Dinge.
Jack Frost kroch unter deiner Tür
ganz heimlich rein um Mitternacht,
teilt' jeden Atemzug mit dir
und weiß woran du hast gedacht.
Auf's Fenster malt' er jeden Traum
den du geträumt in dieser Nacht,
sie sind so schön, du glaubst es kaum
als du des Morgens aufgewacht.
Mit weißen zarten frostig Linien
hat er dein Fenster still verziert,
siehst all die schönen Wunderdinge,
die dich im Traum so tief berührt.
(freie Übersetzung von I. Berikhan
des englischsprachigen Gedichtes 'Jack Frost' von Gabriel Setoun)
als du zu Bett gingst letzte Nacht,
doch Jack Frost kam herein, mein Kind,
hat's Fenster silberweiß gemacht.
Erst als du schliefst begann zu malen
auf's Fensterglas er heimlich leis,
hat nicht ein einzig Wort gesprochen,
nun sind die Scheiben traumhaft weiß.
Jetzt kannst du kein Berge sehn,
den Blick in Wolken nicht verlieren,
siehst keine Bäume, Straßen, Seen,
doch Wunder, die dein Fenster zieren:
Manch Türme, Schlösser, groß und schön,
und Hügel, Täler, Flüsse, Felder,
manch Ritter – stattlich anzusehn
der reitet stark und stolz durch Wälder.
Ganz kleine Boote und daneben
dort auf dem Meer ein großes Schiff,
so manche Insel und auch Palmen,
und Fische im Korallenriff.
Mit leichten und ganz zarten Flügeln
die kleinen hübschen Schmetterlinge,
und Kühe zwischen weißen Hügeln,
auch Früchte, Blumen und solch Dinge.
Jack Frost kroch unter deiner Tür
ganz heimlich rein um Mitternacht,
teilt' jeden Atemzug mit dir
und weiß woran du hast gedacht.
Auf's Fenster malt' er jeden Traum
den du geträumt in dieser Nacht,
sie sind so schön, du glaubst es kaum
als du des Morgens aufgewacht.
Mit weißen zarten frostig Linien
hat er dein Fenster still verziert,
siehst all die schönen Wunderdinge,
die dich im Traum so tief berührt.
(© I. Berikhan)
Oktober 2014
(freie Übersetzung von I. Berikhan
des englischsprachigen Gedichtes 'Jack Frost' von Gabriel Setoun)
Jack Frost
The door was shut, as doors should be,
before you went to bed last night;
but Jack Frost has got in, you see,
and left your window silver white.
He must have waited till you slept;
and not a single word he spoke,
but pencilled o'er the panes and crept
away again before you woke.
And now you cannot see the hills
nor fields that stretch beyond the lane,
but there are fairer things than these
his fingers traced on every pane.
Rocks and castles towering high;
hills and dales and streams and fields;
and knights in armour riding by,
with nodding plumes and shining shields.
And here are little boats, and there
big ships with sails spread to the breeze;
and yonder, palm trees waving fair
on islands set in silver seas.
And butterflies with gauzy wings;
and herds of cows and flocks of sheep
and fruit and flowers and all the things
you see when you are sound asleep.
For creeping softly underneath
the door, when all the ligths are out,
Jack Frost takes every breath you breathe
and knows the things you think about.
He paints them on the window pane,
in fairy lines with frozen steam;
and when you wake you see again
the lovely things you saw in dream.
(Gabriel Setoun)
1861 - 1930
before you went to bed last night;
but Jack Frost has got in, you see,
and left your window silver white.
He must have waited till you slept;
and not a single word he spoke,
but pencilled o'er the panes and crept
away again before you woke.
And now you cannot see the hills
nor fields that stretch beyond the lane,
but there are fairer things than these
his fingers traced on every pane.
Rocks and castles towering high;
hills and dales and streams and fields;
and knights in armour riding by,
with nodding plumes and shining shields.
And here are little boats, and there
big ships with sails spread to the breeze;
and yonder, palm trees waving fair
on islands set in silver seas.
And butterflies with gauzy wings;
and herds of cows and flocks of sheep
and fruit and flowers and all the things
you see when you are sound asleep.
For creeping softly underneath
the door, when all the ligths are out,
Jack Frost takes every breath you breathe
and knows the things you think about.
He paints them on the window pane,
in fairy lines with frozen steam;
and when you wake you see again
the lovely things you saw in dream.
(Gabriel Setoun)
1861 - 1930
Freitag, 30. September 2011
Im Winterwald
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