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Sonntag, 30. August 2026

Dies ist der Tag, den ...

„Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!“ (Bibel: Psalm 118,24)

Manchmal stolpert man über einen Bibelvers und denkt spontan: „Ja, schön. Aber wie soll man das denn machen, wenn es einem gerade nicht so gut geht?“

So ging es mir bei diesem Vers: „Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat. Lasst uns jubeln und fröhlich sein.“

Jubeln? Fröhlich sein? Wenn das Leben gerade leicht ist, klingt dieser Satz wunderschön. Aber was ist, wenn man erschöpft ist? Wenn Sorgen den Kopf füllen? Wenn Krankheit einem das Leben schwer macht? Wenn eine Beziehung zerbrochen ist, man vielleicht um einen verstorbenen Menschen trauert oder einfach nicht weiß, wie man den nächsten Tag schaffen soll?

Muss man dann trotzdem fröhlich sein? Ich glaube: Nein. Zumindest nicht in dem Sinne, wie wir „fröhlich sein“ heute oft verstehen.

Ein Bibelvers ist keine Aufforderung, so zu tun, als wäre alles gut

Psalm 118 ist nämlich gar kein Psalm, der so klingt, als hätte der Verfasser niemals schwierige Zeiten erlebt. Im Gegenteil. Schon wenige Verse vorher heißt es: „Aus der Bedrängnis rief ich zum HERRN; der HERR antwortete mir und schuf mir Raum.“ (Psalm 118,5)

Da ist jemand, der Bedrängnis kennt. Jemand, der Gott um Hilfe gerufen hat. Und später heißt es sogar: „Man stieß mich hart, dass ich fallen sollte; aber der HERR half mir.“ (Psalm 118,13)

Das ist kein Leben ohne Schwierigkeiten. Der Psalm sagt nicht: „Es gibt nichts Schlimmes.“ Er sagt vielmehr: „Mitten in all dem ist Gott da.“ Und genau deshalb kann Psalm 118,24 auch für einen schweren Tag ein tröstlicher Vers sein.

Vielleicht bedeutet „freuen“ heute etwas ganz anderes

Wenn es uns schlecht geht, denken wir bei Freude vielleicht an Lachen, Leichtigkeit, gute Laune und unbeschwerte Stunden. Aber vielleicht muss Freude nicht immer so aussehen. Vielleicht kann Freude an einem schweren Tag auch bedeuten:

Ich bin heute aufgewacht.
Ich habe eine Tasse meines Lieblingstees getrunken.
Ich habe es geschafft, aufzustehen und anzufangen, obwohl mir alles zu viel war.
Jemand hat mir eine nette Nachricht geschrieben.
Die Sonne ist für einen Moment durch die Wolken gekommen.
Ich habe zehn Minuten Ruhe gehabt.
Ich konnte weinen.
Ich habe gebetet, obwohl mir keine großen Worte eingefallen sind.
Ich habe gemerkt: Ich muss diesen Tag nicht alleine tragen.

Das sind vielleicht keine spektakulären Gründe zum Jubeln. Aber manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, durch die ein schwerer Tag ein wenig heller wird.

Nicht jeder Tag fühlt sich wie ein guter Tag an

Ich finde es wichtig, hier ehrlich zu bleiben. 
Es gibt Tage, an denen man nicht jubeln kann.
Tage, an denen man traurig ist.
Tage, an denen man Angst hat.
Tage, an denen man erschöpft ist und am liebsten einfach nur liegen bleiben möchte.
Tage, an denen man Gott vielleicht sogar fragt: „Wo bist du eigentlich?“
Die Bibel kennt solche Tage. Die Psalmen sind voller Klage, Angst, Einsamkeit und Verzweiflung. Menschen schreien zu Gott, weinen vor ihm und fragen, warum er so weit entfernt scheint. Gott verlangt von uns also nicht, dass wir unsere Gefühle vor ihm verstecken. Wir dürfen traurig sein. Wir dürfen erschöpft sein. Wir dürfen Angst haben.
Wir dürfen sogar mit Gott darüber sprechen, dass wir gerade überhaupt keine Freude empfinden. Das ist kein Versagen im Glauben.

"Dies ist der Tag" – auch wenn ich ihn mir anders gewünscht hätte

Vielleicht liegt gerade darin eine ganz andere Tiefe dieses Verses. „Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat.“ Der Vers sagt nicht: Dies ist der Tag, den ich mir ausgesucht hätte. Oder: Dies ist der Tag, an dem alles so läuft, wie ich es gerne hätte. Es heißt einfach: Dies ist der Tag.
Dieser konkrete Sonntag.
Dieser schwierige Montag.
Dieser Tag mit den Sorgen.
Dieser Tag, an dem ich mich nicht besonders stark fühle.
Dieser Tag, an dem ich zweifle.
Dieser Tag, an dem noch längst nicht alle Probleme gelöst sind.
Und auch dieser Tag steht nicht außerhalb von Gottes Gegenwart.
Das bedeutet nicht, dass Gott jedes Leid verursacht oder dass wir alles, was geschieht, einfach gutheißen müssen. Es bedeutet: Auch dieser Tag darf Gott anvertraut werden.

Vielleicht reicht heute ein kleines bisschen Freude

Manchmal machen wir uns selbst zusätzlichen Druck. Wir lesen: „Lasst uns freuen und fröhlich sein!“ und denken: „Dann muss ich jetzt wohl positiv denken.“ Aber vielleicht müssen wir gar nichts erzwingen. Vielleicht darf die Freude ganz klein anfangen. Mit einem Gedanken wie: „Gott, ich verstehe diesen Tag gerade nicht. Aber ich möchte ihn dir anvertrauen.“ Oder: „Gott, mir geht es heute nicht gut. Aber danke, dass du trotzdem da bist.“ Oder sogar nur, wenn du zweifelst: „Gott, wenn es dich wirklich gibt, hilf mir durch diesen Tag.“ Vielleicht ist das für heute genug. Morgen kann wieder etwas anderes möglich sein.

Dankbarkeit bedeutet nicht, das Leid kleinzureden

Auch Dankbarkeit kann missverstanden werden. Dankbar zu sein bedeutet nicht: „Andere haben es schlimmer, deshalb darf ich mich nicht schlecht fühlen.“ Es bedeutet auch nicht: „Eigentlich ist alles wunderbar, ich muss nur positiv genug denken.“ Die Bibel kennt etwas anderes. Wir können gleichzeitig traurig und dankbar sein. Wir können weinen und trotzdem wissen, dass Gott uns nicht verlassen hat. Wir können mit einer Situation unzufrieden sein und trotzdem für einen Menschen dankbar sein. Wir können Angst vor morgen haben und trotzdem heute einen kleinen schönen Moment wahrnehmen. Das eine nimmt dem anderen nichts weg. Vielleicht ist das sogar eine der ehrlichsten Formen von Dankbarkeit: Ich leugne mein Leid nicht – und trotzdem suche ich nach dem Guten, das heute da ist.

Was wäre heute ein kleiner Grund zur Freude?

Vielleicht lohnt es sich, diesen Vers einmal ganz praktisch zu machen. Nicht: „Worüber müsste ich heute jubeln?“ Sondern: „Was ist heute trotz allem gut?“ Vielleicht ist es der erste Schluck Tee am Morgen.
Ein Spaziergang.
Ein vertrautes Lied.
Ein Gespräch mit einem lieben Menschen.
Ein Sonnenstrahl auf dem Fensterbrett.
Ein Kind, das dich zum Lachen bringt.
Ein paar Minuten, in denen niemand etwas von dir möchte.
Eine warme Mahlzeit.
Ein Gebet.
Oder einfach die Erkenntnis:
Ich muss heute nicht mein ganzes Leben lösen. Ich darf erst einmal diesen einen Tag leben.
„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat.“
Nicht gestern.
Nicht morgen.
Heute.
Vielleicht ist das die eigentliche Einladung dieses Verses. Wir Menschen leben so oft zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wir denken über das nach, was gewesen ist. Wir sorgen uns um das, was kommen könnte. Und dabei verpassen wir manchmal den einzigen Tag, den wir tatsächlich in den Händen halten: diesen hier.

Vielleicht lädt uns Psalm 118,24 deshalb nicht dazu ein, künstlich fröhlich zu sein.
Vielleicht lädt er uns dazu ein, diesen Tag nicht aufzugeben.
Ihn Gott hinzulegen.
Mit allem, was dazugehört.
Mit der Freude.
Mit der Traurigkeit.
Mit den offenen Fragen.
Mit der Müdigkeit.
Mit den kleinen schönen Momenten.
Und vielleicht dürfen wir dann entdecken, dass Freude manchmal nicht wie ein großes Feuerwerk aussieht.
Manchmal ist sie nur ein kleines Licht.

Ein stilles: „Danke, Gott, dass du heute bei mir bist.“ Und manchmal ist genau das genug für heute.

Wenn dir heute nicht nach Jubeln zumute ist, musst du dich nicht dazu zwingen. Vielleicht nimm diesen Vers einfach mit durch deinen Tag: „Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat.“ Und dann schau dich einmal um.
Was ist heute trotz allem da?
Was darfst du heute genießen?
Wofür kannst du Gott danken?
Und was möchtest du ihm heute einfach überlassen?
Vielleicht musst du heute nicht fröhlich sein.
Vielleicht darfst du einfach mit Gott durch diesen Tag gehen.
Und vielleicht wächst daraus irgendwann, ganz leise, wieder ein kleines bisschen Freude. Nicht weil plötzlich alles gut geworden ist, sondern weil du mitten in dem, was schwer ist, entdeckst: Gott ist auch heute da – und es gibt auch kleine Freuden, für die du dankbar sein kannst.

Und vielleicht, ganz vielleicht ist Psalm 118,24 gar nicht die Aufforderung, jeden Tag überschwänglich fröhlich zu sein. Vielleicht ist er vielmehr eine Einladung, mitten in unserem ganz normalen – und manchmal schweren – Alltag wahrzunehmen, was Gott uns heute schenkt, und uns auch über die kleinen Dinge zu freuen.


Montag, 6. Juli 2026

Freitag, 3. Juli 2026

Frage des Tages: Wie kann ...

Wie kann
echte Freude
in dein Leben
kommen?


Vergebung – hier ist sie!

"Vergebung verändert nicht die Vergangenheit, aber sie verändert die Zukunft."

Es gibt Worte, die wir nie vergessen.

Es gibt Entscheidungen, die wir bereuen.

Und es gibt Verletzungen, die sich so tief in unser Herz eingegraben haben, dass wir glauben, sie würden uns ein Leben lang begleiten.

Vielleicht trägst du schon lange eine Last mit dir herum. Vielleicht hat dich jemand enttäuscht, belogen oder verlassen. Vielleicht hast aber auch du selbst einen Menschen verletzt und fragst dich, ob das jemals wieder gut werden kann.

Dann möchte ich dir heute etwas sagen:

Vergebung ist näher, als du denkst.

Sie ist kein Zeichen von Schwäche.

Sie bedeutet nicht, Unrecht schönzureden oder so zu tun, als wäre nichts geschehen. Vergebung verschweigt die Wahrheit nicht. Sie sieht den Schmerz – und entscheidet sich trotzdem, ihn nicht für immer festzuhalten.

Wer vergibt, befreit nicht zuerst den anderen. Er befreit auch sein eigenes Herz.

Manchmal fällt es uns leichter, anderen ihre Fehler nachzusehen als uns selbst. Wir erinnern uns an Worte, die wir lieber nie gesagt hätten, an Chancen, die wir verpasst haben, an Entscheidungen, die wir heute anders treffen würden.

Doch wenn wir uns jede Hoffnung auf einen Neuanfang nehmen, bestrafen wir uns oft länger, als es irgendein anderer Mensch tun würde.

Auch wir brauchen Vergebung, weil unser Leben wertvoll ist.

Vielleicht denkst du, dass manche Dinge unverzeihlich sind. Vielleicht glaubst du, deine Geschichte sei zu dunkel, deine Schuld zu groß oder dein Versagen zu tief.

Die Bibel erzählt eine andere Geschichte.

Sie berichtet von einem Gott, der den Menschen nicht aufgibt. Einem Gott, der den ersten Schritt auf uns zugeht. Der nicht darauf wartet, bis wir perfekt geworden sind, sondern uns mit offenen Armen begegnen möchte.

In Jesus Christus zeigt Gott, wie weit seine Liebe reicht.

Er kam nicht, um Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Er schenkt Vergebung nicht denen, die alles richtig gemacht haben, sondern denen, die ehrlich mit ihrer Schuld zu ihm kommen.

Das ist eine Hoffnung, die jeder Mensch haben darf.

Vielleicht bist du noch unsicher, was du über Gott glauben sollst. Vielleicht hast du bisher kaum Berührung mit dem christlichen Glauben gehabt.

Dann lade ich dich einfach ein, einen kleinen Schritt zu wagen.

Sprich mit Gott – so, wie du mit einem guten Freund sprechen würdest. Ohne besondere Worte. Ohne fromme Sprache. Einfach ehrlich.

Er hört.

Und vielleicht wirst du überrascht sein, wie viel Frieden in einem Herzen wachsen kann, das lernt zu vergeben.

Manchmal beginnt Vergebung damit, dass wir einem anderen Menschen vergeben.

Manchmal beginnt sie damit, dass wir uns selbst vergeben.

Und manchmal beginnt alles damit, dass wir entdecken, dass Gott uns längst seine Hand entgegenstreckt.

Vielleicht ist heute genau der richtige Tag, sie zu ergreifen.

Denn Vergebung wartet nicht erst am Ende eines langen Weges.


Freitag, 1. Mai 2026

Freitag, 24. April 2026

Menschen dabei zu helfen ...

Menschen dabei zu helfen,
nicht von Ängsten zerstört zu werden,
ist eines der größten Geschenke im Leben.

(Verfasser unbekannt)


Mittwoch, 25. März 2026

Happiness is not ...

Happiness is not at the end of something. 
It's not waiting for you when you get the job, 
the house, the money, the whatever. 
Happiness is right here, right now, 
in the things you already have. 
But you have to open your eyes to see it.

(106-year-old man)


Mittwoch, 18. März 2026

Vielleicht ist das Geheimnis: Nicht ...

Vielleicht ist das Geheimnis:
Nicht alles zu haben, 
sondern mit dem zufrieden zu sein,
was bleibt, wenn das Haben endet.

(YouTube-Kanal: minimal_anke)


Freitag, 13. März 2026

Gewitterabend

Ich weiß den Tag, ich weiß die Stunde,
da meine Seele sich zuerst gestanden,
sie trage deines Zaubers Joch,
sie liege willenlos in deinen Banden.

Du ruhtest still im Moose, weißt du noch?
Am Waldsaume war's, schwül sank der Abend nieder,
du schliefest, oder schlossest doch
im wachen Traum die müden Augenlider!

Ich aber, zitternd über dich gebückt,
ich sah dich an in selig scheuen Zügen,
von Schmerz zugleich und Lust durchzückt
bis plötzlich du die Augen aufgeschlagen!

Dein Blick berührt' mich, so berührt ein Blitz,
und klar war alles! Was in dunklem Triebe
mein Herz ersehnt', war dein Besitz,
und was zu mir dich zog, war deine Liebe!

Ich weiß den Abend, weiß die Stunde noch!
Heiß war der Tag, Gewitter in den Lüften,
und nachtendes Gewölke kroch
empor schon feindlich aus der Berge Klüften!

Wir kehrten heim; denn finster stets ringsum
begann der Himmel drohend sich zu schwärzen,
wir aber trugen selig stumm
des Glückes vollen Sonnenschein im Herzen!

(Friedrich Halm)


Dienstag, 10. März 2026

Momentaufnahmen

Manchmal spür ich, wie ein Lächeln
über meine Züge gleitet,
wie sich in mir unbewusst
dann ein Glücksgefühl verbreitet.
Bin zufrieden mit der Welt,
auch ein gutes Stück mit mir,
fühl nur das, was mir gefällt,
bin versöhnt im Jetzt und Hier.

Manchmal spür ich, wie 'ne Träne
über meine Wange gleitet,
wie sich Trauer ganz bewusst
voller Macht in mir verbreitet.
Hader mit der ganzen Welt,
bin sehr traurig und allein,
Hass, was mir den Weg verstellt,
fühl mich ohnmächtig und klein.

Frag mich manchmal, wer ich bin,
was ich will und wo ich steh',
such in mir den tiefen Sinn,
mal tut's gut und manchmal weh.

(© Ralf Theinert)
2011


Freitag, 6. März 2026

Des Glückes Meilensteine

Meist sind es Schmerzen, die uns führ'n,
auf neue Wege, neue Straßen,
sind's Leid und Ohnmacht, die verführ'n,
die alten Pfade zu verlassen,
sind lähmend finst're Wegbegleiter,
der neuen Richtung Wegbereiter.

War es der Schmerz der Niederlage,
der neue Kraft in uns entfacht
oder der Totentrauer Klage, 
die uns erweckt' aus tiefer Nacht?
Stets war'n es tiefgeschlag'ne Wunden
durch die ein neues Ziel gefunden.

Oft ist's der Krankheit bohrend Schmerz,
der Wertigkeiten neu beschreibt
oder das liebeswunde Herz, 
das uns zu neuen Ufern treibt.

Schmerz kann des Glückes Schmied meist sein
und uns'res Schicksals Meilenstein.

(© Ralf Theinert)
1996


Mittwoch, 4. März 2026

Als Kind studiert man ...

Als Kind studiert man Erwachsene,
um klug zu werden.
Als Erwachsener studiert man Kinder,
um wieder glücklich zu werden.

(Peter Rosegger)


Ein schöner Moment ...

Ein schöner Moment
leuchtet das ganze Leben hindurch.

(Franz Grillparzer)


Dienstag, 3. März 2026

Montag, 2. März 2026

Wer nicht verzichten kann ...

Wer nicht verzichten kann,
kann nicht genießen.
Wer aber so auf das Verzichten fixiert ist,
dass er das Genießen vergisst,
der wird ungenießbar.

(Anselm Grün)


Sonntag, 1. März 2026

Frage nicht, was das ...

Frage nicht, was das Geschick
morgen wird beschließen;
unser ist der Augenblick,
lass uns den genießen!

(Friedrich Rückert)


Freitag, 27. Februar 2026

Selig, die nicht sagen ...


Selig, die nicht sagen:
"Das hast du schon zweimal erzählt",
und auch ein drittes Mal zuhören.
Selig, die es verstehen,
alte Erinnerungen in mir zu wecken
und auch von den Ereignissen
des heutigen Tages berichten.
Selig, die mir zeigen, dass ich geliebt,
geachtet und nicht alleingelassen bin.
Selig, die in ihrem Gutsein
meinen Tag aufhellen,
in der Nacht – wenn nötig –
bei mir wachen und mir nahe bleiben
auf dem Weg in das ewige Leben.

(aus Afrika)




Donnerstag, 26. Februar 2026

Wenn eine Tür des Glücks sich schließt ...

Wenn eine Tür des Glücks sich schließt,
öffnet sich eine andere,
aber oft starren wir so lange 
auf die geschlossene Tür,
dass wir die, die sich uns geöffnet hat,
nicht sehen.

(Helen Keller)