Gedichte, Sprüche und Favoriten von I. Kunath

Gedichte, Sprüche und Favoriten von I. Kunath

Sonntag, 15. Mai 2016

Gefunden

(Johann Wolfgang von Goethe)


Ich ging im Walde so für mich hin,
um nichts zu suchen, das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich ein Blümchen stehn,
wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen, da sagt' es fein:
Soll ich zum Welken gebrochen sein?

Ich grub's mit allen den Würzlein aus,
zum Garten trug ich's am hübschen Haus.

Und pflanzt' es wieder am stillen Ort;
nun zweigt es immer und blüht so fort.


(Aus dem Buch: "Der ewige Brunnen der Liebe")

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