Freitag, 13. März 2026

Jugendträume – Marie Luise Büchner (Poetic Music)



Nutze jeden ...

Nutze jeden Augenblick,
vergang'ne Zeit kehrt nie zurück.

(Verfasser unbekannt)


If you know it's ...

If you know it's wrong, leave.
Being alone in God's peace
is not as bad as being 52 years
with the wrong person.

(93-year-old woman)


Frage des Tages: Stell dir vor, du ...

Stell dir vor, 
du verlierst alles, 
was du besitzt 
dein Zuhause, dein Auto,
alle deine Habseligkeiten ...
Wärst du trotzdem noch
mit deinem Partner /
deiner Partnerin 
zusammen?
Wenn nicht, 
warum nicht?


Gewitterabend

Ich weiß den Tag, ich weiß die Stunde,
da meine Seele sich zuerst gestanden,
sie trage deines Zaubers Joch,
sie liege willenlos in deinen Banden.

Du ruhtest still im Moose, weißt du noch?
Am Waldsaume war's, schwül sank der Abend nieder,
du schliefest, oder schlossest doch
im wachen Traum die müden Augenlider!

Ich aber, zitternd über dich gebückt,
ich sah dich an in selig scheuen Zügen,
von Schmerz zugleich und Lust durchzückt
bis plötzlich du die Augen aufgeschlagen!

Dein Blick berührt' mich, so berührt ein Blitz,
und klar war alles! Was in dunklem Triebe
mein Herz ersehnt', war dein Besitz,
und was zu mir dich zog, war deine Liebe!

Ich weiß den Abend, weiß die Stunde noch!
Heiß war der Tag, Gewitter in den Lüften,
und nachtendes Gewölke kroch
empor schon feindlich aus der Berge Klüften!

Wir kehrten heim; denn finster stets ringsum
begann der Himmel drohend sich zu schwärzen,
wir aber trugen selig stumm
des Glückes vollen Sonnenschein im Herzen!

(Friedrich Halm)


Das Leben wartet nicht mit ...


Das Leben wartet nicht mit Gelegenheiten
bis die Umstände perfekt sind
und alles passt.


(©  I. Berikhan)


Von der Sehnsucht

Was ich auch anfang, wo ich auch bin,
das Glück, es bleibt ein fremdes Wesen,
im Herzen die Suche nach dem Sinn,
lässt sich auf meiner Stirne lesen.
Und kurze Momente der Fröhlichkeit,
an denen beschwerte Gedanken nagen,
durch die Blitze diffuser Sorgen jagen,
weichen schnell Missmut und Traurigkeit.

Nicht immer hält die Maske des Clowns,
das Make-up verschwimmt in verborgenen Tränen,
höhlt aus stärkste Felsen des Vertrauns,
verunsichert jene, die mich in Abkehr wähnen.
Und erstaunte Gesichter, fragende Blicke,
die versuchen, mein Innerstes zu ergründen,
den Grund für meine Schwermut zu finden,
zerreißen meine Seele in Stücke.

Als steter Wegbegleiter die Flucht,
wovor und wohin, bleibt ungeklärt,
das Streben nach Ferne als zehrende Sucht,
von undefinierbarer Sehnsucht genährt.
Kein Spiegel zeigt die geschlagenen Wunden,
kein Zauber kann die Ängste vertreiben,
die meine zerschund'nen Gedanken umtreiben,
in den vielen gemeinsamen einsamen Stunden.

(© Ralf Theinert) 
1996