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Mittwoch, 1. April 2026

Ne ganz besondre Dame


Am Ende des Dunkels kommt SIE mir entgegen
und schüttelt genussvoll den Frost aus dem Haar.
Ihr Lied singt von Aufbruch, ihr Blick ist verwegen,
ihr Outfit ein Traum – ihr Duft wunderbar!

Nichts kann ihre Kräfte besser belegen
als ein Hauch ihres Atems, so rein und so klar!

Sie ist ’ne ganz besondre Dame,
„Frühling“ ist ihr werter Name …

© Ralf Theinert
2009

Donnerstag, 19. März 2026

Liebe hört auf keine ...

Liebe hört auf keine Lehre,
weiß im Leben nicht ein noch aus.
Wenn's nicht eben die Liebe wäre,
sie sperrten sie ins Irrenhaus.

(Friedrich Halm)


Sonntag, 8. März 2026

Leitfäden für besseres Essen

"Was soll ich essen?", frag ich mich,
und schau in bunte Hefte,
die schreiben, was ich speisen soll,
damit ich nicht entkräfte.

Ich les, was gut und was ist schlecht,
und was so gar nicht geht,
am Ende weiß ich nur noch eins:
dass sich mein Magen dreht!

Mein Geist ist willig, doch auch schwach,
und völlig irritiert,
mein Kühlschrank gibt all das nicht her,
was dort gepriesen wird.

Es scheint Philosophie zu sein,
all das, was schmeckt, macht rund,
und alles das, was gar nicht schmeckt,
ist einzig nur gesund.

Bei Lebensmitteltheorie
steh ich voll auf dem Schlauch,
mein Bäuchlein fühlt sich mit mir wohl,
und ich mich mit ihm auch.

Doch eine Weisheit gönn ich mir,
die hab ich, Gott sei Dank,
und weil sie gut ist, folg ich ihr:
Wer nichts isst, der wird krank!

(©  Ralf Theinert)


Samstag, 17. Januar 2026

Man kann nur das ...

Man kann nur das aus dem Ärmel schütteln,
was man vorher auch hineingesteckt hat.

(Rudi Carrell)


Mittwoch, 7. August 2024

Mittags trau ich mich ...


Mittags trau ich mich kaum aus dem Haus,
denn da sind die Menschen besessen
von dem Gedanken,
etwas zu essen.

(© I. Berikhan)


Donnerstag, 9. Juli 2015

Mein Wecker ist gestorben ...


 Hört, mein Wecker ist gestorben!
Armer Kerl, ihm brach die Feder.
Hm, so endet schließlich jeder...


(Christian Morgenstern)


Sonntag, 7. Juni 2015

Zwei Freunde saßen auf der Bank


Zwei Freunde saßen auf der Bank,
der eine dick, der and're schlank.
Der eine sich so furchtbar quälte,
denn eine wicht'ge Sache fehlte!
Die Sonne wollte heut' nicht scheinen;
der eine war schon fast am weinen.
Da sprach der andre: "Sei kein Depp,
ich habe doch 'ne Sonnen-App!"


(© I. Berikhan)
Juni 2015


Die Entstehung des Graffiti


Graf Fiti stand vor einer Wand,
die er sehr grau und triste fand,
drum ließ Frau Gräfin er posieren
und tat ein bisschen rumprobieren.
Fünf Dosen nahm er schnell zur Hand,
das Triste von der Wand verschwand.
Er sprühte voller Leidenschaft,
die Farben waren fabelhaft!
Frau Gräfin war dort nun zu sehn,
das Bild war einfach wunderschön.
Zum Abschluss ward noch angebracht
die Signatur, wie's jeder macht,
der möcht' sein Kunstwerk noch verzieren -
"GRAFFITI" - tat er's stolz signieren!


(© I. Berikhan)
Juni 2015


Dienstag, 3. März 2015

Der frühe Wurm ...


Es heißt: "Der frühe Vogel fängt den Wurm."
Merke: Der frühe Wurm ist in Gefahr!


(© I. Berikhan)




Donnerstag, 5. Februar 2015

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim ...

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
und weil mich doch der Kater frisst,
so will ich keine Zeit verlieren,
will noch ein wenig quinquilieren
und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

(Wilhelm Busch)


Freitag, 23. Januar 2015

Experten sind Leute, die ...

Experten sind Leute, 
die andere daran hindern,
den gesunden Menschenverstand 
zu gebrauchen.

(Hannes Messemer)


Sonntag, 4. Januar 2015

Die Enten laufen Schlittschuh

Die Enten laufen Schlittschuh
auf ihrem kleinen Teich.
Wo haben sie denn die Schlittschuh her -
sie sind doch gar nicht reich?

Wo haben sie denn die Schlittschuh her?
Woher? Vom Schlittschuhschmied!
Der hat sie ihnen geschenkt, weißt du,
für ein Entenschnatterlied.

(Christian Morgenstern)

Montag, 1. September 2014

Hoch im Kirchturm bei den Glocken

Hoch im Kirchturm bei den Glocken
pflege ich oft nachzudenken,
kann mich oben in der Stille
in Gedanken ganz versenken.

Doch da gibt es eine Sache,
die mich ganz gewaltig stört –
den Gedankenfluss erschüttert –
die man stündlich mehrmals hört!

Es ist laut und unerträglich
das Geräusch, es klingt ganz irr,
ach, ich leide so unsäglich,
diese Klänge – sie sind wirr...

Ich bin tierlieb und bescheiden,
doch Tauben – kann ich gar nicht leiden!

(©  I. Berikhan)
August 2014