So manches arme Dichterlein
fühlt sich als Mittelpunkt der Welt,
will überall ganz wichtig sein;
es geht ihm stets um Ruhm und Geld.
will überall ganz wichtig sein;
es geht ihm stets um Ruhm und Geld.
Nehmt nicht sein Werk, wenn er's erlaubt,
denn schnell sagt er, dass es geraubt;
der Schöngeist hält dann ganz behende
mal eben auf gleich beide Hände.
Bin auch ein armes Dichterlein,
schreib, was ich kann, so gut es geht;
will dabei gar nicht wichtig sein,
will einfach nur, dass ihr versteht.
Und wenn ihr mir dann Achtung zollt,
nehmt mein Gedicht, wenn ihr es wollt;
denn nichts ist nur für mich geschrieben –
ich wünsch mir, dass es viele lieben.
(© Ralf Theinert)
2011
2011