Montag, 23. Februar 2026
Das Glück ist im Grunde ...
Nach Leiden und ...
Jesus und die Einfachheit – Weniger besitzen, mehr leben
Ein zentrales Bild für Einfachheit in der Bibel ist die Aufforderung Jesu an seine Zeitgenossen: „Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, der tue ebenso.“ (Lukas 3,11)
Diese Worte sind mehr als ein Aufruf zur Nächstenliebe. Sie zeigen eine tiefe Weisheit über das Leben selbst: Wer Besitz anhäuft, kann leicht sein Herz daran binden. Wer teilt, lebt frei.
Einfachheit als Haltung
Einfachheit beginnt nicht mit großen Taten, sondern mit einer Haltung:
Bewusstsein für das Wesentliche: Jesus macht klar, dass wir nicht alles besitzen müssen, um erfüllt zu leben.
Teilen statt Horten: Besitz wird erst dann wirklich lebendig, wenn er anderen dient.
Freiheit statt Last: Wer zu viel hortet, lebt in Abhängigkeit von Dingen; wer teilt, erfährt innere Freiheit.
Viele Menschen heute spüren die Folgen, wenn diese Weisheit ignoriert wird:
Stress durch Überfluss: Überfüllte Wohnungen, Schränke und Terminkalender belasten die Psyche.
Angst vor Verlust: Wer zu viel anhäuft, fürchtet, es könnte gestohlen werden oder verloren gehen – ein moderner Ausdruck dessen, was die Bibel „Herzensbindung an Besitz“ nennt.
Vergleich und Unzufriedenheit: Social Media und Konsumdruck verstärken das Gefühl, nie genug zu haben.
Zeit- und Energieverlust: Besitz beansprucht Pflege, Organisation und Aufmerksamkeit, oft mehr, als er Freude bringt. Jedes überflüssige Ding raubt uns wertvolle Lebenszeit, die wir für Begegnung, Kreativität oder Ruhe nutzen könnten.
Jesus’ Aufruf ist deshalb aktueller denn je: Besitz darf dienen, aber er darf nicht herrschen.
Weniger haben, mehr geben
Die Aufforderung „wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat“ ist universell:
Sie fordert uns heraus, unser Maß an Besitz zu reflektieren.
Sie zeigt, dass wahres Leben nicht im Anhäufen von Dingen liegt, sondern im Teilen und Dienen.
Wer sich an diesem Prinzip orientiert, entdeckt etwas Wesentliches: Besitz ist ein Mittel, kein Ziel. Einfachheit bedeutet nicht Armut oder Mangel, sondern Freiheit, Klarheit und Freude.
Praktische Impulse
Bewusst Besitz hinterfragen: Was brauche ich wirklich?
Teilen im Alltag üben: Kleidung, Zeit, Wissen oder Essen weitergeben.
Reduktion als Gewinn sehen: Weniger Ballast bedeutet mehr Raum – für Begegnung, Ruhe und Kreativität.
Jesus zeigt: Einfachheit ist kein starres Gesetz, sondern ein Weg. Wer lernt, bewusst zu leben, zu teilen und sich vom Übermaß zu lösen, findet innere Freiheit, Ruhe und Klarheit. Besitz verliert seinen Druck, wenn wir ihn nicht anhäufen, sondern sinnvoll einsetzen.
Wer heute die Worte Jesu beachtet, leidet weniger unter Stress, Angst und Überforderung und entdeckt stattdessen die Freude an einem klaren, erfüllten Leben – ganz einfach, ganz bewusst.